... und dies ist die Fortsetzung der Langohren-Geschichte...

Eigentlich war nicht geplant, die hauseigene Kaninchengruppe noch zu erweitern. Aber wie immer kam es anders, als wir dachten:

Nachdem wir nun Ms. Elli und Hugo, die Kaninchenvilla und auch einen großen Freilauf hatten, sprach es sich erstaunlich schnell herum, dass Familie Adam nun auch Kaninchen aufnehmen würde. Und so wurde knapp 6 Wochen nach Hugos Kastration die erste Bitte an uns herangetragen: eine Familie wollte ihr Angora-Zwergkaninchen abgeben, nachdem dessen Partner verstorben war. Nun, genug Platz war ja da. Doch leider versprach unser Alfred den Besitzern (ein Arbeitskollege von ihm) in einem unbedachten Moment, zu versuchen, den Hoppler zu unseren zweien zu setzen und ihn zu behalten, wenn es funktionieren sollte. Wir wissen bis heute nicht, welcher Teufel ihn da geritten hatte... :-)

Also ließen wir uns das Kaninchen erst einmal bringen. Es handelte sich um einen ca. 2jährigen kastrierten Rammler namens Moritz. Seine Vorbesitzerin hatte ihn selbst immer kurzgeschnitten, und die Ecken und Kanten in seinem wuscheligen Fell gaben ihm eine ganz eigene Note :-).

So stellten wir seinen Käfig erst einmal eine Woche lang neben unsere Villa, und ließen mal Hugo und Ms. Elli und mal Moritz durchs Zimmer flitzen. Mmh, wenigstens feindeten sie sich nicht direkt durch's Gitter an, sondern schnupperten nur neugierig aneinander. Nach sechs Tagen starteten wir einen ersten Versuch: Auslauf zu dritt im Hasenzimmer. Ui, da ging es rund. Moritz war nur damit beschäftigt, vor Ms. Elli abzuhauen, die unbedingt seinen Kopf berammeln wollte... (?!). Okay, Versuch 1 wurde also abgebrochen, bevor uns der arme Moritz zusammenbrach. Zudem war er es noch nicht richtig gewohnt, auf dem PVC-Boden zu laufen und rutschte immer weg. Aber wir hatten ja zwei Tage später unser Freigehege fertig. Und da haben die Langohren 35qm Platz, sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen, sollten sie sich nicht mögen. Das war also Versuch Nr. 2. Und siehe da - es funktionierte! Nachdem Moritz erst ein paar Mal geflohen war, beruhigte er sich bald und ließ sich von den beiden anderen beschnuppern. Tja, und das wars dann auch schon. Scheinbar stimmte die Chemie - man hoppelte nun zusammen durch das Gras, putzte sich gegenseitig die Ohren und sonnte sich zusammen.

Dann entwickelten sich die Dinge wieder etwas anders als vermutet. Scheinbar hatten Hugo und Moritz entdeckt, wie toll es ist, wenn Männer unter sich sind. Jedenfalls schien Hugo seine Ms. Elli für ein paar Tage total zu vergessen und trieb sich nur noch mit Moritz herum. Wo man hinschaute, sah man die beiden zusammen:

Zuerst wagten sie sich auch stets nur gemeinsam aus dem Hasenzimmer in den Flur und schließlich ins Wohnzimmer. Und Ms. Elli hockte währenddessen zu Hause in der Villa und wartete auf die Rückkehr ihres Mannes... . Aber das ganze legte sich nach ein paar Tagen wieder, und nun halten die drei zusammen wie Pech und Schwefel. Sie schlafen zusammen in der Villa Nepomuk (siehe Kaninchentipps), knoddeln begeistert das Zimmer zu und stellen auch sonst allerhand an.

  

So schafften sie es jüngst, die Vorhänge abzuhängen und in die Villa zu schleifen. Hugo hockte gemütlich drauf und döste vor sich hin, als wir die Bescherung entdeckten... .

Aber wir sind natürlich froh, dass alles so gekommen ist, und wollen Moritz natürlich nie wieder hergeben. Aber nun haben wir uns fest vorgenommen, neue Gäste auch wirklich weiterzuvermitteln und nicht ins hauseigene Rudel einzugliedern... drei Kaninchen und drei Hunde - das sollte reichen :-)