|
Die Virenerkrankung Parvovirose
wurde 1978 fast gleichzeitig in Europa, Nordamerika und Australien
entdeckt. Es gibt zwei Formen von Parvovirose:
(a)
die myokarditische Form
(Herzmuskelentzündung), die nur bei jungen Hunden bis zu einem Alter von
drei bis vier Monaten auftritt. Diese Form ist heutzutage allerdings sehr
selten, da die Welpen durch die Mutter eine hohe Antikörpertiterzahl
mitbekommen.
(b)
die enteritische Form (Entzündung
der Darmwand), bei der trotz umfangreicher Impfungen bis heute keine
Eindämmung festzustellen ist.
Beide Formen verlaufen oft
tödlich. Der Virus vermehrt sich durch sich schnell teilende Zellen. Seine
Ausscheidung erfolgt mit dem Kot über 12 bis 14 Tage. Die Viren werden von
erkrankten Hunden millionenfach mit dem Kot ausgeschieden, und somit ist
Kot die Hauptursache für eine Ansteckung. Jedes Häufchen ist eine Gefahr.
Selbst wenn Ihr Hund nicht daran schnuppert, können Sie z.B. den Virus an
den Schuhe mit nach Hause tragen. Die Erreger sind sehr langlebig und
können noch Jahre später eine Erkrankung hervorrufen.
Krankheitszeichen für Parvo sind
ein reduziertes Allgemeinbefinden des Hundes, einhergehend mit Fieber,
starkem Erbrechen, Durchfällen, die häufig mit Blut durchsetzt sind. Die
Krankheit erfordert sofortige tierärztliche Behandlung, denn durch das
viele Erbrechen und den Durchfall kommt es zu einem hohen Flüssigkeits-
und Elektrolytverlust, der zu einem Gewichtsverlust bis zu 15% führen
kann! Der Hund droht schlicht und einfach auszutrocknen.
Der beste Schutz
gegen Parvovirose ist die Impfung.
|