|
Ein Brief an das
Herrchen:
Am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und du hast die Koffer gepackt. Du
nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor
dem Urlaub - hurra! Wir fuhren mit dem Wagen, und du hast am Straßenrand
angehalten, die Tür ging auf, und du hast den Stock geworfen. Ich lief und
lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte. Aber als
ich zurückkam, warst du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen
gelaufen, um dich zu finden, aber vergebens. Ich wurde schwächer von Tag zu
Tag. Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald
befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf deine Rückkehr. Aber du
bist nicht gekommen. Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein, du warst es nicht -
es war der Mann, der mich gefunden hat. Er brachte mich in einen Raum - es
roch nach Tod. Meine Stunde war gekommen.
Geliebtes Herrchen, ich will, das du weißt, daß ich mich trotz des Leidens,
das du mir angetan hast, noch stets an dein Bild erinnere. Und falls ich noch
einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn
ICH HATTE DICH LIEB!!!
|